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Zwei junge Frauen stehen an der Rezeption UEberuns_Header.jpg

Hier kommen Patienten selbst zu Wort

emovis erhält viele positive Rückmeldungen von Patienten. Das freut uns natürlich, aber um so mehr freut uns, wenn wir diese individuellen Eindrücke teilen dürfen. Die Rubrik "Patientenstimmen" enthält Erfahrungsberichte. 1:1 – frisch von der Leber weg.

Helmgard Erika L. (76): Proband im Schlaflabor

Hier sitze ich nun und will berichten, was man als Proband empfindet. Meine schlaflosen Nächte, oder auch nur Stunden, waren sicherlich „hausgemacht“! So würde ein Professor sagen!


Noch aktiv im Leben, teils ehrenamtlich, oder auch sinnvolle Gespräche mit allen Altersgruppen von Menschen, lässt erahnen, dass man nicht immer zur gleichen Zeit das Bett aufsucht. Dann ist es so, wie schon in anderen Artikeln beschrieben: man nimmt das Erlebte, Gespräche und Probleme mit ins Bett. Ich muss sagen, irgendwie gewöhnt man sich dann an diesen Zustand! emovis bot also an, als Proband das Testen von Schlafmitteln im Schlaflabor. Medizinisch etwas vorbelastet, durch die jahrelange Arbeit im Krankenhaus, stellt ich mich als Proband zur Verfügung und wurde genommen. Ich wollte erleben wie das heutzutage so gehandhabt wird. Denn vor Jahrzehnten warten ja Probanden, aus diesem Anlass, ans Bett „gefesselt“. Dies gehört tatsächlich der Vergangenheit an!


Zum Vorgespräch bestellt, körperlich bis auf’s letzte Tröpfchen Urin untersucht; dazu die täglichen Fragen des Schlaftagebuches beantworten, konnte es also losgehen. Die medizinische Betreuung war hervorragend! Einbestellt zur Schlafnacht, war ich natürlich aufgeregt, gleich eine Stunde zu zeitig da. Meine Vorstellungen, die ich mir so gemacht hatte zum Begriff „Labor“, wurden völlig zunichte gemacht.


Kein Empfang durch eine „heiße Wolke“. Angenehme Ruhe und Atmosphäre, vermittelt durch die Umgebung und natürlich die Menschen die dort arbeiten. Unterschiedlich große Räume, zweckmäßig mit Mobiliar ausgestattet, fast wie zu Hause! Bei gedämpfter leiser Musik wurde ich dann „verkabelt“. Sollte ich dann bei dieser Gelegenheit erwähnen, dass ich gerne mit wenig an und auf dem Bauch schlafe, ohne Kopfkissen?


Da saß ich also und auf meinem Kopf wurden planquadratmäßig Elektroden befestigt. Ebenso im Gesicht, Hals und am Körper. Einen Gurt um den Bauch, einen über der Brust. Am Brustgurt befand sich dann der kleine Kasten in dem alle elektrischen Stecker ihren Platz fanden, da mit großen Batterien ausgestattet. In meinem Kopf reifte langsam Plan „B“, denn wie schläft man so ausgestattet: also sicherlich seitlich hochkant!

 

Bitte, nach Möglichkeit 8 Stunden im Bett liegen, und bitte, wenn möglich, nur 1x zur Toilette. Wie haben die Probanden das vor der heutigen Technik gemacht, die da im Bett festlagen? Als es dann Medikamente für den Schlaf gab, hatte ich immer ein bisschen Ängste etwas Falsches zu sagen, denn was wenn ich in der Placebo-Gruppe bin. Trotzdem kann man alles, wenn man will!


Frühmorgens dann, Beine aus dem Bett und sofort den momentanen geistigen Zustand überprüfen: Welche Worte wurden erwähnt; welche Fenster waren erleuchtet; wie lang war die zu merkende Zahl und ja nicht im morgendlichen Erwachen die Knöpfe „ja“ und „nein“ verwechseln.


Und bloß nicht mit geschlossenen Augen schwanken! Dann noch die Fragen des Schlaftagebuches. Zwischendurch gab’s dann ab und zu das Tablet mit den Fragen: Haben Sie Gedanken sich das Leben zu nehmen, oder bereiten Sie es vor? Sicher weiß ich nicht genau wie mich die anderen Mitmenschen sehen und einschätzen, aber so ein Kandidat bin ich nicht! Ohne Ängste erzogen und aufgewachsen lässt sich jedes Geschehen zwischen Himmel und Erde erklären! Nach dem morgentlichen Frühstück, welches man sich kostenfrei schon am Abend bestellen konnte, wurde man dann wieder ins tägliche Leben entlassen.


Ich habe nicht nachgezählt, aber ein gutes viertel Jahr, mit insgesamt sieben Mal Schlaflabor, vier Ganzkörpervisiten sind seither vergangen. Noch nie in meinem Leben hatte ich Schlafmittel genommen; doch halt ich vergesse das Stück Schokolade, wenn es ganz schlimm war mit dem Einschlafen. Ich weiß immer noch nicht in welcher Gruppe ich bei der Studie war, aber in der zweiten Hälfte habe ich dann doch durchgehender und besser geschlafen.


Den Mitarbeitern der emovis GmbH danke ich für ihre Fürsorge um jeden Probanden den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen!


Für mich persönlich habe ich geklärt, dass Elektrosensibilität meinem Körper nur dann etwas anhaben kann, wenn man sie gezielt übertreibt! Denn im Schlaflabor gab es, seitens meines Körpers keine Reaktion!

 

Anmerkung von emovis: Frau L. ist 76 Jahre und hat im Herbst 2017 als Probandin an einer Schlaf-Studie bei emovis teilgenommen. In ihrem aktiven Berufsleben war Frau L. Krankenschwester. Wir danken für den Bericht!