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Psoriasis (Schuppenflechte)

Psoriasis (Schuppenflechte) - Krankheitsbild

Psoriasis oder auch Schuppenflechte, tritt meist als Hautkrankheit auf. Sie kann aber auch andere Organe erfassen, wie Gelenke und dazugehörige Bänder und angrenzende Weichteile, weiterhin Augen und das Gefäßsystem. Bei der Entstehung der Psoriasis, spielen mehrere Faktoren eine Rolle, aber sie ist noch nicht abschließend geklärt.

Es gibt in der groben Unterteilung zwei Typen.

Typ I tritt im Alter von 15 bis 25 Jahren auf. Betroffene neigen zu mehren Schüben im Jahr und ausgedehntem Befall. Meist tritt es nicht zum ersten Mal in der Familie auf.

Typ II tritt erst nach dem 40. Lebensjahr auf und verläuft meist milder, allerdings können hier auch Nägel und Gelenke betroffen sein.

Psoriasis (Schuppenflechte) - Symptome

Am häufigsten und bekanntesten sind Symptome die die Haut betreffen. Typisch sind, relativ gleich aussehende, rötliche, meist rundliche, inselförmige, scharf begrenzte und leicht erhabene Herde. Diese befinden sich bevorzugt u.a. an Kopfhaut, Ellbogen, oder Kniescheiben, allgemein an Körperstellen die oft gedehnt werden. Die Kopfhaut ist statistisch die am häufigsten befallene Körperstelle und am schwierigsten zu behandeln. Da bei der Psoriasis bestimmte genetische Faktoren gestört sind kommt es zu beschleunigten Erneuerung der Hautzellen, welches wiederum typische Phänomene hervorruft.

·         Kerzenwachsphänomen: die oberste Hautschicht bilden silbrig glänzende grob lamellöse Schuppen, die eine talgartige Konsistenz haben, welche an Kerzenwachs erinnert

·         Phänomen des letzten Häutchens: unter den leicht entfernbaren Schuppen befindet sich ein leicht entfernbares, dünnes Häutchen. Kann dies abgelöst werden, ist die ein sicheres Zeichen für Psoriasis

·         Phänomen des blutigen Taus: nach Ablösung des dünnen Häutchens kommt es zu punktförmigen Einblutungen

Es können bei bestimmten Psoriasisformen auch Organe oder Augen betroffen sein, dabei handelt es sich dann meist um entzündliche Prozesse.

Psoriasis (Schuppenflechte) - Ursachen

Erbliche Faktoren: Bei der Schuppenflechte wird eine familiäre Häufung beobachtet. Gelegentlich werden mehrere Generationen übersprungen. Man geht davon aus das der Auslöser, das Zusammenwirken von Varianten verschiedener Gene und Umwelteinflüsse (dies können sein: Hautschädigungen bestimmte Medikamente, Stress, Infektionen, oder Stoffwechselstörungen), ist. 

Fehlfunktion des Immunsystems: Es wird von autoimmunen Prozessen ausgegangen, dass bedeutet das Immunsystem erkennt körpereigenes Gewebe, als körperfremd und greift es an.

Psoriasis (Schuppenflechte) - Therapie

Je nach Schweregrad gibt es verschiedene Behandlungskonzepte.

Bei leichten Fällen wird vor allem äußerlich behandelt, zum Beispiel mit Harnstoff, Salizylsäure, Steinkohleteer, Dithranol.

Andere Methoden zu äußerlichen Behandlung, sind die Bade-und Lichttherapie, oder die Elektrotherapie.

Bei mittelschweren bis schweren Fällen der Haut und bei Beteiligung anderer Organe ist die innerliche Anwendung empfohlen. Einbekanntes Medikament ist Methrotrexat (MTX), welches das Immunsystem unterdrückt. Weiterhin wird mit Retinoiden (Vitamin-A-Abkömmlinge), Kortikoiden, oder Ciclosporin (ebenfalls Immunsystemunterdrückend) behandelt.

Oft muss auch ein psychomentaler Ansatz erwogen werden um Stress abzubauen. Auch Selbsthilfegruppen können den Betroffenen helfen sich mit anderen auszutauschen und die Gewissheit geben, dass sie mit ihrer Erkrankung nicht alleine sind.