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Verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen das Virus

Leerer Stuhl symbolisiert Kontaktminimierung in Coronakrise

"Du kommst hier nicht rein“

Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Österreich… in vielen Ländern herrscht bereits Ausgangsperre. Auch in Deutschland werden die Maßnahmen verschärft. Das umfassende Kontaktverbot schränkt das öffentliche Leben noch weiter ein – auf ein Minimum. Neben Fitnessstudios, Cafés und Bars haben nun auch Restaurants und Friseure geschlossen. Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet, Gruppen feiernder Menschen - auch im Privaten - sind inakzeptabel und es ist stets ein Mindestabstand im öffentlichen Raum von mindestens 1,50 Metern einzuhalten.

All dies in einem Land, in dem man sich normalerweise frei bewegen kann, das ist etwas Neues, etwas Befremdliches. Aber es ist notwendig. Wie es die Bundeskanzlerin am 22.03.2020 in der Pressekonferenz formuliert hat: „An Gegenmitteln haben wir eben noch keinen Impfstoff und keine Medikamente, sondern nur erstens die Anstrengungen, die wir unternehmen, um unser Gesundheitssystem, vor allem die Krankenhäuser, auf den zu erwartenden weiteren hohen Anstieg der Fallzahlen vorzubereiten, und zweitens unser eigenes Verhalten. Das ist das derzeit wirksamste Mittel, das wir haben. Das bedeutet, das öffentliche Leben so weit herunterzufahren, wie es vertretbar ist, die Begegnungen der Menschen, bei denen das Virus weitergegeben werden könnte, so weit zu reduzieren wie möglich.“

Vor die Tür sollte man nun am Besten nur noch aus gutem Grund, oder um frische Luft zu schnappen. Aber auch das nur mit maximal einer weiteren Person.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, indivueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich.

Einrichtungen des Gesundheitswesen haben weiterhin geöffnet

In diesen ungewöhnlichen Zeiten wird klar, wie wichtig klinische Studien sind. Ohne klinische Studien würde niemals ein Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt werden können. Für die Forschung ist es daher sehr wichtig, dass auch aktuelle Projekte, die die Medikation von Morgen erforschen, nicht gefährdet werden. Medizinische Institutionen bleiben weiterhin geöffnet und seinen Termin bei uns im Studienzentrum wahrzunehmen, verstößt nicht gegen die verschärften Corona-Maßnahmen. Wir möchten all unsere Patienten bitten, Ihre Termine unter Beachtung der Vorsichts- und Hygienemaßnahmen auch weiterhin wahrzunehmen. An oberster Stelle stehen natürlich die Sicherheitsvorkehrungen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Dafür tun wir alles, was in unserer Macht steht. Wir möchten unter keinen Umständen unsere Studienteilnehmer oder unser Personal gefährden. 

Ein neuer Blick auf die klinische Forschung

Ein neues Virus, keinerlei Schutz. Gäbe es doch nur eine Lösung! Die Hoffnung der Bevölkerung liegt nun in der Erforschung eines neuen Impfstoffes, in den Händen der oft umstrittenen Pharmaindustrie. 

In einer Ausnahmesituation wie dieser, werden zwei Dinge besonders klar:
 

  1. Wie wichtig Impfen ist
    Was dieses Thema angeht, scheint die Gesellschaft oft zweigeteilt. Die Impfbefürworter und die Impfgegner. Die aktuelle Situation macht uns nun eines bewusst: Nämlich wie gefährlich es für uns ohne Impfungen aussehen kann. Wie schnell und ungehindert sich ein Virus verbreitet und wie es unser ganzes Leben auf den Kopf stellt.

    Viele Menschen sind sich gar nicht mehr bewusst darüber, wie hochgradig ansteckend und gefährlich die Masern beispielsweise sind. Aber auch nur, weil wir diese Erkrankung durch die Impfung so wunderbar eindämmen konnten. Dieser Schutz kann aber nur gewährleisten werden, wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung auch für eine Impfung entscheidet. Bei einer so gefährlichen Erkrankung wie den Masern hat die Regierung der Bevölkerung diese Entscheidung abgenommen und die Impfpflicht für Kinder eingeführt.

    Im Regelfall haben wir allerdings die Wahl, ob wir uns impfen lassen wollen oder nicht. Hier sollte man sich seinen Platz in der Gesellschaft bewusst machen. Impfen ist eben keine individuelle Entscheidung. Durch das sogenannte Herdenschutz-Phänomen schützt man mit einer Impfung nämlich nicht nur sich selbst vor ansteckenden Krankheiten, sondern auch Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen nicht impfen lassen können. Das sind beispielsweise Babys oder Menschen mit einem zu schwachen Immunsystem. Mit seiner Entscheidung, sich impfen zu lassen, hilft man die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Man spricht dann von Herdenimmunität.

    Vollständiger Impfschutz ist für die Gemeinschaft also sehr wichtig und deswegen führen wir auch regelmäßig Impfstudien durch, so wie derzeit die TDAP(Tetanus, Diphtherie & Keuchhusten)-Studie. Helfen auch Sie die Gemeinschaft zu stärken, indem Sie Ihre Impfungen wie empfohlen auffrischen lassen.

     
  2. Wie wichtig die klinische Forschung ist
    Als Institution, beziehungsweise Mitarbeiter im Bereich der klinischen Forschung muss man sich immer auch mit viel Kritik auseinandersetzen, denn viele Menschen äußern Bedenken bezüglich der Medikamentenforschung. Oft wird dabei vergessen, dass jedes Medikament, welches heute in der Apotheke zu finden ist, seinen Weg durch die verschiedenen Testphasen gehen musste.
    So eben auch jeder neue Impfstoff – also auch das zukünftige Mittel gegen COVID-19, welches derzeit so sehnlichst herbeigewünscht wird. Dies macht deutlich, wie wichtig klinische Studien und die damit verbundenen Institutionen eben sind. Aktuelle Projekte sollten daher unbedingt weitergeführt werden. Lassen Sie uns also weiterhin gemeinsam etwas bewegen und die Zukunft der Medizin mitgestalten – trotz verschärften Maßnahmen.

So nah und doch so fern

Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet nicht vor dem Frühjahr 2021 mit einem Impfstoff gegen COVID-19. In unzähligen Laboren weltweit wird derzeit bereits geforscht, einige vielversprechende Ansätze gibt es auch schon. Trotzdem müssen diese neuen Wirkstoffe erst ausreichend getestet werden, bevor die Bevölkerung davon profitieren kann. Hier kommen wir dann ins Spiel. Wir hoffen sehr, dass die Testphase in Deutschland bald starten kann und sind als Studienzentrum bereit, so eine „Corona-Studie“ bei uns durchzuführen.

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Wären Sie als Proband dabei?

Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden!