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Der körperliche Frühjahrsputz – Das Fasten

Alles übers Fasten

Das Fasten ist ein wichtiger Bestandteil vieler Religionen und findet dort auch seinen Ursprung. Die Gläubigen sollen in dieser Zeit den Fokus besonders auf ihren Glauben richten und ihrem Gott näherkommen.

Im Islam ist es der Ramadan, im Buddhismus sind es monatliche Fastentage, im Judentum Jom Kippur, im Christentum die Fasten- oder Passionszeit und in der Orthodoxen Kirche vier mehrwöchige Fastenzeiten. Wie in den jeweiligen Religionen gefastet wird, ist jedoch sehr unterschiedlich. So ist im Islam der Ramadan der wichtigste Fasttag. Muslime verzichten 30 Tage lang zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen. Nach dem Sonnenuntergang findet dann im familiären Kreis ein großes, gemeinsames Essen statt. Im Buddhismus wiederum verzichten die Nonnen und Mönche täglich nach 12 Uhr mittags auf jegliches Essen, um dadurch leichter meditieren zu können. Zusätzlich gibt es festgelegte monatliche Fastentage. In Deutschland wird das Fasten meist anhand des christlichen Glaubens gemessen. Im Christentum geht das Fasten von Aschermittwoch bis Ostern und wird als 40-tägige Zeit der Enthaltsamkeit angesehen.

Heutzutage wird aber nicht mehr nur aus religiösen Gründen gefastet. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um sich mit sich und ihrem Körper oder ihrer Seele zu beschäftigen. Dabei wird das Fasten individuell gestaltet. So verzichtet der eine auf Schokolade, der nächste auf Fleisch, ein anderer auf Alkohol und wieder wer anders auf die Social-Media-Nutzung. Kommen wir aber zurück zum ursprünglichen Fasten.

Gutes Fasten, schlechtes Fasten

Beim Fasten geht es grundsätzlich erst einmal um den Verzicht auf feste Nahrung. Viele sprechen in diesem Fall vom Heilfasten. Aber ist so ein körperlicher Frühjahrsputz tatsächlich gesund für den Körper?

Die Meinung über das Fasten deckt ein breites Spektrum ab: von „Es tut dem Körper gut“ bis hin zur „gefährlichen Diätlüge“. Kritiker sagen, dass das Fasten zu Müdigkeit, erhöhtem Kälteempfinden, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen, sowie Schweißausbrüchen und Übelkeit führen kann.

Laut der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung ist das methodisch richtige Fasten allerdings risikoarm. Es kann eher nützlich sein und sogar im Rahmen einer Fastentherapie zur Behandlung von Krankheiten wie Rheuma eingesetzt werden.

Was passiert im Körper?

  • Der Körper plündert seine Zuckerreserven. Später wird Energie aus Fettreserven, Muskeln und Organen gewonnen.
  • Der Verdauungstrakt reduziert seine Aktivität auf ein Minimum.
  • Das Herz schlägt langsamer und der Blutdruck sinkt. 
  • Der Energiebedarf sinkt um 20-25%.

Fasten macht glücklich!

Neben den körperlichen Aktivitäten hat das Fasten auch eine Auswirkung auf unsere Psyche. So berichten viele Menschen von einer verstärkten inneren Harmonie während des Fastens. Wie kommt das zustande? Bereits durch einen kurzen Nahrungsverzicht wird im Körper mehr Serotonin freigesetzt. Serotonin ist ein Botenstoff in unserem Nervensystem. Es beeinflusst unsere Emotionen und wird daher auch im Volksmund „Glückshormon“ genannt. Ist das Hungergefühl einmal überwunden, so erleben die meisten Menschen einen Schub der Euphorie und des Glücklichseins. Außerdem hat das Fasten ebenfalls einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit.

Fasten, um abzunehmen

Der Begriff des Fastens ist in den letzten Jahren zum Synonym für Diäten und radikale Gewichtsreduktion geworden. Aber ist Fasten tatsächlich der ratsamste Weg, um die Strandfigur für den Sommer wieder auf Vordermann zu bringen?

Tatsächlich ist das Fasten sehr ungeeignet, um gezielt Gewicht zu reduzieren. Denn während des Fastens sinkt die Nahrungsaufnahme massiv. Wenn das Fasten vorbei ist, dann steigt die Nahrungszunahme und somit auch schnell das Gewicht. Dieses Phänomen ist Ihnen vermutlich als JoJo-Effekt bekannt.

Wer sollte nicht Fasten?

Menschen, die bereits an riskanten Grunderkrankungen leiden oder gewisse Medikationen zu sich nehmen, sollten den Nahrungsverzicht auslassen. Auch Schwangere, oder Frauen, die sich in der Stillzeit befinden, sollten nicht auf feste Nahrung verzichten.

Wir fassen zusammen:

  • Das Fasten ist eine alte Tradition in verschiedensten Weltreligionen und variiert stark in der Ausführung.
  • Mittlerweile gibt es auch vollkommen nicht-religiöse Ansätze.
  • Der Begriff des Fastens verbirgt verschiedene Möglichkeiten des Verzichts. Spricht man aber vom Heilfasten, meint man den Verzicht auf feste Nahrung.
  • Der erste Schritt, bis das ständige Hungergefühl verschwindet, ist besonders schwierig. Ist dies überwunden, kann der Körper endlich die positiven Vorteile des Fastens genießen.

Wir raten allen die sich für das Heilfasten entscheiden, dies nicht ohne die Rücksprache mit einem Arzt, Diätologen, Kurbetreuer oder Ernährungsberater zu tun. Die Dauer und Art des Fastens sollten unbedingt mit der körperlichen Gesundheit überprüft werden, um Risiken zu vermeiden.