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Corona-Behandlungsmöglichkeiten sicher erforschen: die emovis COVID Trial Unit

Seit Dezember 2020 wird die deutsche Bevölkerung nach und nach gegen Covid-19 geimpft: Dies lässt aufatmen – doch bis unser aller Alltag wieder komplett eingekehrt ist, wird es seine Zeit dauern. Bis dahin müssen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bestehender Corona-Infektionen erforscht werden – und wir möchten dazu beitragen. Lesen Sie im Interview mit Dr. med. Bettina Bergtholdt, Gründerin und Geschäftsführerin von emovis, wie sich eine Studienteilnahme in unserer COVID Trial Unit gestaltet. 

 

Was ist und wo befindet sich die COVID Trial Unit?

Die COVID Trial Unit befindet sich in Berlin in der Wilmersdorfer Straße 79. Sie umfasst einen ambulanten Teil und einen kleinen stationären Teil, in dem auch Übernachtungen möglich sind.

 

Wie lange dauert die Studienteilnahme in der COVID Trial Unit?

Das ist bei den einzelnen Studien sehr unterschiedlich, je nachdem, ob die entsprechende Studie eine stationäre oder ambulante Behandlung vorsieht. Die Dauer der Studienteilnahme kann variieren von rein ambulanten Terminen über wenige Wochen bis hin zu einer längeren vollstationären Phase.

 

Fragen zu Studien, die eine stationäre Aufnahme beinhalten:

Hat der Patient ein eigenes Zimmer?

Ja!

 

Wie wird der Patient verpflegt? Kann er sich sein Essen aussuchen?

Das hängt von der einzelnen Studie ab. Da der Patient die Räumlichkeiten während der Studienteilnahme in der Regel nicht verlassen darf, wird er rundum von uns verpflegt. Manchmal handelt es sich dabei um sogenannte „Standardisierte Mahlzeiten“, die dann vorgeschrieben sind. Meistens hat der Patient aber freie Wahl und kann sich unter verschiedenen Lieferanten aussuchen, was er essen möchte.

 

Wie sieht der Alltag des Patienten aus?

Den größten Teil der Zeit passiert gar nichts und der Patient kann und darf sich selbst beschäftigen. Unsere Zimmer sind mit einem Fernseher ausgestattet, außerdem stellen wir kostenfreies WLAN zur Verfügung. 

 

Wie oft wird der Patient untersucht? 

In irgendeiner Art und Weise täglich. Das können komplette ärztliche Untersuchungen sein, aber es gibt auch Tage, an denen Blutabnahmen, EKG-Ableitungen, Blutdruckmessungen und vieles mehr vorgesehen sind.

 

Was muss der Patient zur Studienteilnahme mitbringen?

Alles, was er braucht, um sich einige Tage lang bei uns wohlzufühlen.

 

Sorgt die COVID Trial Unit auch für einen Rücktransport des Patienten nach Hause?

Ja, wir stellen einen Transport für den Hin- und Rückweg zur Verfügung, der den aktuellen Hygienerichtlinien entspricht.

 

Ist es dem Patienten möglich, seine Studienteilnahme abzubrechen? Muss er mit Konsequenzen rechnen?

Jeder Studienteilnehmer darf zu jedem Zeitpunkt und ohne Angabe von Gründen seine Studienteilnahme abbrechen. So schreibt es das Gesetz vor und daran halten wir uns selbstverständlich. Wenn der Patient einverstanden ist, führen wir eine Abschlussuntersuchung durch und erfahren auch gerne seine Gründe für den Studienabbruch. Beides ist aber nicht verpflichtend. Ein Studienabbruch zieht keinerlei negative Konsequenzen nach sich.  

 

Erhält der Patient eine Aufwandsentschädigung?

Ja, diese ist in jeder Studie vorgesehen. Die Höhe hängt von dem Aufwand ab, der mit einer Studienteilnahme einhergeht. Sie kann von 50 Euro pro ambulantem Besuch bis hin zu mehreren tausend Euro für einen stationären Aufenthalt variieren.

 

Was müssen COVID-19-positiv getestete Personen tun, um an einer der COVID-19-Studien teilzunehmen?

Das Wichtigste ist, sich sofort nach Erhalt eines positiven Tests mit uns in Verbindung zu setzen. Die meisten Studien erlauben nur eine Frist von zwei bis vier Tagen zwischen der Probeentnahme für den Test und Beginn der Studienbehandlung. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir so schnell wie möglich abklären, ob und gegebenenfalls welche Studienteilnahme für den individuellen Patienten möglich ist. Darum sind wir auch sieben Tage pro Woche telefonisch und per E-Mail erreichbar.

 

Vielen Dank für das Interview!