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Alopecia Areata

Krankheitsbild

Wenn das Haar ohne einen ersichtlichen Grund plötzlich ausfällt, ist das für viele ein großer Schock. Alopecia Areata ist eine Form des entzündlichen Haarausfalles, bei der durch eine lokale Entzündung das Wachstum der Haare gestört wird und diese ausfallen. Es handelt sich um eine noch relativ unerforschte Krankheit, obwohl über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen sind. Der Haarausfall vollstreckt sich üblicherweise in eine oder mehrere münzgroße, haarlose Stellen auf dem Kopf. Es können aber auch andere Körperstellen wie etwa der Bart, Augenbrauen und die Wimpern betroffen sein. Jeder kann unabhängig von Alter und Geschlecht von dieser Krankheit betroffen sein. Fachleute nehmen an, dass es sich um eine Störung des Immunsystems handelt. 

Symptome

Alopecia Areata äußert sich durch den Haarausfall in verschiedenen Körperregionen. Die auftretenden haarlosen Kreise haben meistens einen Durchmesser von zwei bis sechs Zentimetern und grenzen sich scharf ab. In ihrem Randbereich befinden sich oft kurze abgebrochenen Haare mit auffällig dünnen Enden.

Die Ausprägung der Krankheit ist dabei von Patient zu Patient unterschiedlich. Einige haben nur ein bis zwei kahle Stellen, andere ganz viele, die sich immer mehr ausweiten. In einigen Fällen kommt es sogar zum kompletten Haarverlust, was für die Betroffenen zu einer extremen psychischen Belastung werden kann.

Ursachen

Die Ursache ist noch nicht bekannt. Vermutet wird eine fehlgeleitete Immunreaktion, die zur Folge hat, dass die körpereigene Abwehr die Haare als Fremdkörper betrachtet und abstößt.

Therapie

Bei 70% oder mehr der Betroffenen kommt es innerhalb eines Jahres zu einer Spontanheilung. Auch danach können die Haare jederzeit anfangen wieder zu sprießen, sei es von selbst oder durch eine Behandlung. Solange der Ursprung des kreisrunden Haarausfalls nicht geklärt ist, ist nur eine unspezifische Behandlung möglich. Zu den gängigsten Verfahren gehören das Eincremen und die Unterspritzung der betroffenen Areale mit Kortison, sowie eine spezielle Lichttherapie. Die höchste Erfolgsquote hat bisher die Immuntherapie mit chemischen Mitteln. Hier wird über einen längeren Zeitraum des regelmäßigen Auftragens eine allergische Reaktion erzeugt, sodass sich die Immunzellen umorientieren und mit der fehlgeleiteten "Haarabwehr" aufhören. Allerdings birgt diese Variante auch ein hohes Risiko, da sie die Haut reizen und zu bleibenden Hautproblemen führen kann.